Apotheken ins Netz

31. Juli 2007

Gemäß Wikipedia gilt für den Versandhandel von Medikamenten:

Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist in Deutschland ausschließlich Apotheken erlaubt, die grundsätzlich in rechtlicher Hinsicht alle Voraussetzungen einer Apotheke ohne Versandhandel erfüllen müssen.

Apotheken LogoBis 2003 war der Versandhandel von Medikamenten für Apotheken generell untersagt, erst eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof brachte ab dem 1. Januar 2004 auch für Deutschland die Freigabe. Und mit dem Siegeszug des Internets dürfte dieser Trend nicht mehr zu stoppen sein. Die Menschen lieben den freien Wettbewerb und die neue Preistransparenz.

Die einen brauchen Schüßler Salze, die anderen Viagra oder Aspirin und wieder andere sind auf der Suche nach einem Doc Morris, der ihnen alles bequem und günstig nach Hause liefert. Und selbst bei eBay werden diverse Mittelchen umgesetzt, in Mengen von denen einem schwindelig werden kann ;-)

Ein Blick auf die Google Trends Statistik für den Begriff Apotheke zeigt zum Jahresbeginn 2004 (Freigabe-Termin) eine Nachfrage-Spitze und in den folgenden 3 Jahren ein leichtes Wachstum bei den Such-Volumina.

Apotheke im Google Trend

Der Verlauf im aktuellen Jahr scheint etwas schwächer als im Vorjahr, vielleicht kann man nach dem nächsten Datenbank Update von Google Trends etwas mehr dazu sagen. Aber alles in allem dürfte sich auf dem Gebiet Internet und Apotheken noch eine Menge tun. Das bestätigt auch die zweite Kurve, welche den Verlauf für die Suche nach dem Begriff “Versandapotheke” zeigt:

Versandapotheke im Trend

Wer jetzt wirklich die größte, beste oder schnellste Apotheke im Internet stehen hat, weiss ich leider nicht. Den Werbeaussagen zufolge sollte DocMorris die größte Versandapotheke Europas und Sanicare die größte Versandapotheke Deutschlands stellen. Durchaus denkbar, denn Sanicare beliefert neben Endverbrauchern auch Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Ärzte.

Neben den großen Brocken streben aber auch immer mehr kleine Apotheken ins Netz. Nicht nur mit kreativen Namen wie Pharmaboy oder Tablettex geht es ans Werk, sondern auch mit dem Gespür für den richtigen Domainnamen: www.versandapotheke.de. So gelingt es den Kleinen im Web ab und zu, den Großen ein Schnippchen zu schlagen.

Zeugnisfälschungen sind in

29. Juli 2007

Die Welt ist schlecht. Dank PC und Internet häufen sich die Zeugnisfälschungen, zu leicht ist es, mit Scanner, Maus und Tastatur fast jedes Dokumente nachzumachen und zu verfremden. Eigentlich kann man heutzutage keinem Dokument mehr trauen, das man nicht selber gefälscht hat.

Bin mal gespannt, ob es die digitalen Signaturen in den nächsten paar Jahren schaffen, eine gewisse Verbreitung zu erlangen und in den alltäglichen Gebrauch überzugehen. So richtig dran glauben mag ich jedoch nicht.

iphone kapriolen

25. Juli 2007

Schon schräg, wenn man den Meldungen Glauben schenken mag, dann könnte das iPhone doch nicht so der Abräumer sein. Nach dem Verkaufsstart des iPhone am 29. Juni 2007 rechneten die Analysten mit bis zu 500.000 verkauften iPhones in den ersten beiden Tagen. Doch der erwartete Run auf das neue Apple Handy blieb aus, bis Ende Juni wurden nur rund 150.000 Geräte freigeschaltet.

Die Aktien von Apple gaben daraufhin um rund 6 Prozent nach. Ist das iPhone als doch nicht der Burner? Ich wäre da vorsichtig, da AT&T zum Verkaufsstart anscheinend Freischalt-Probleme hatte und somit der schleppende Start auch dadurch verursacht worden sein könnte. Was mich ja echt stört ist die empfindliche Reaktion an der Börse. Aktienkurse scheinen heutzutage nichts mehr mit Firmenwerten, Dividenden und exakten Zahlen zu tun zu haben, sondern nur noch mit Hype, Psychologie und einem schnellen Finger am Trader-Button.

Reif für die Insel

17. Juli 2007

Kaum zurück aus dem Urlaub, geht’s wieder rund. Leider ist der Stapel an Mails und Arbeit noch größer geworden, und so dauert es nicht lange, da sehnt man sich nach einer Fortsetzung des Urlaubs :)

Tja, unsere Segeltour vor Schwedens Küste hatte schon ihren Charme.

Vater und Sohn

Denn Vater und Sohn haben die Ruhe genossen.

Schweden Impressionen

Schweden ist ein schönes Land, nicht nur vom Wasser aus betrachtet. Und bestes Segel-Wetter hatten wir inklusive.

Mutter und Tochter

Mutter und Tochter hatten auch ihren Spass. Und viel Sonne. Kurzum, die Segeltour war ein voller Erfolg. Nur dumm, dass uns der Alltag schon wieder eingeholt hat.

Essen auf Rädern

11. April 2007

Das Essen auf Rädern nicht immer gesund und vor allem auch teuer sein kann, zeigt dieser Beitrag.

SOS SEO Store

30. März 2007

So, kleines Experiment, eben mal ganz schnell einen Amazon Store aufgesetzt: SOS SEO Store. Noch ist das nur ein Schnellschuss, aber ich werde das schön ausbauen und ein paar empfehlenswerte Bücher dort ablegen. Wer weiss, vielleicht kommen ja sogar ein paar Euros darüber zusammen :)

Die Wahrheit über Horst Schlämmer

23. Februar 2007

Erschütterndes Filmmaterial, eingereicht vom Bruder von Horst Schlämmer. Hier packt er aus und berichtet schonungslos! Oskarverdächtig, depressiv, abgrundtief, mitleiderregend, aufklärerisch. Die nackte Wahrheit über Horst Schlämmer!

Update 26.01.2008: Es gibt noch mehr Erschütterndes über Horst Schlämmer zu berichten, jetzt gerät er auch noch in schlechte Nachbarschaft ;-)

Wider den Abmahnwahn

7. Februar 2007

Wie einige alte Fälle gezeigt haben, gehen Angriffe gegen Blogger manchmal nach hinten los. So ist es z.B. um das Sozialgericht Bremen sehr ruhig geworden und auch die Suche nach der Suchwort-Kombination sozialgericht bremen liefert Resultate, die dem Sozialgericht nicht zur Ehre gereichen.

Auch die Heidi Klum Suche erstrahlt nicht mehr im selben Glanz wie einst. Nach der Kontroverse mit dem Werbeblogger sehen die Ergebnisse für Frau Klum und ihren Papa zwar besser aus als im Falle des Sozialgerichts, immerhin ist Heidis Homepage auf Platz 1 bei Google, aber ansonsten kostet das Lesen der tieferliegenden Blogartikel den Star sicherlich einige Sympathiepunkte.

Mich würde mal interessieren, wie sich die Sache bei der Brötchen-Geschichte entwickelt. Oder entwickeln könnte. Momentan scheint die Kochbuch-Seite mit ihrer Strategie auf der Siegerstraße zu sein. Víele Besucher, viel Werbung, viele Einnahmen. Viele Bilder, viele Abmahnopfer, viel BlutGeld. So betrachtet scheint die Sache aufzugehen. Und das, obwohl sich auch in diesem Fall die Blogosphäre zur Wehr gesetzt hat.

Abmahnen scheint sich leider zu lohnen. Wie frustrierend. Manch Blogger traut sich fast schon nicht mehr zu schreiben, einige (wie z.B: das Saftblog) haben schon überlegt ihr Blog zu schließen bzw andere sind schon auf eine andere Präsenz ausgewichen.

Traurig, nicht wahr? Dabei müsste das nicht unbedingt so ablaufen. Zumindest in einigen Fällen könnte die Sache auch kippen. Im Falle des Saftblogs hat der durch die Blogosphäre verursachte Rummel sicherlich geholfen, den DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) zum Einlenken zu bewegen. Zwar war das kein ganzer Sieg, aber doch schon ein Teilsieg. Zum ganzen Sieg hat etwas gefehlt, nämlich Geld und volle Rückendeckung.

Nicht auszudenken, wenn sich die Blogosphäre noch stärker solidarisieren würde und zum Beispiel ihre eigene Rechtsschutzversicherung für Weblogger ins Leben riefe. Denn leider sieht es mit der Rechtsschutzversicherung bei Abmahnung für Blogger schlecht aus, die klassischen Versicherungen kneifen ob des unkalkulierbaren Risikos. Also müsste man sich schon selber helfen. Es müssten sich die Blogger gegenseitig helfen. Mit Geld, mit Beratung, mit Networking, mit Artikeln - und was sonst noch alles zur Verfügung steht.

Nach dem Motto “Einer für alle und alle für einen” könnte da ne Menge gehen. Und anstatt Geld zu geben könnte man auch versuchen, der Gegenseite Geld zu nehmen. Es gäbe sicherlich Fälle, wo solch ein Vorgehen Sinn machen würde. Betrachten wir zum Beispiel mal den Fall mit dem Brötchen des Grauens. Was würde passieren, wenn bei einer Suche nach dem Begriff Brötchen die Google SERPs plötzlich von Weblog-Beiträgen zum Brötchen-Abmahnskandal geflutet würden?

Es wäre anzunehmen, dass so etwas einer bestimmten Seite einiges an Sympathien kosten würde. Wenig Sympathie bedeutet weniger Besucher und weniger Werbung. Es könnte sogar (wie beim Sozialgericht Bremen) der Fall eintreten, dass die zur Debatte stehende Website von einigen der Blogbeiträge von ihrer Position verdrängt wird. Das kostet dann ein wenig Traffic. Das kostet dann ein wenig Geld. Jetzt gibt es natürlich nicht nur Brötchen, sondern auch Rinderbraten und Christstollen. Auch dort könnten sich ähnliche Dinge abspielen. Auch dort kostete das ein wenig Geld.

Neben der Google-Suche gibt es natürlich auch noch die Bildersuche. Die Bildersuche ist ja der Katalysator den man braucht, um sich bei den Bildern in ausreichendem Maß bestehlen zu lassen. Da diese Bilder also arme Blogger teuer zu stehen kommen, könnte man auf die Idee kommen ein gutes Werk zu tun und versuchen, alle möglichen lizenzfreien Bilder an Spitzenpositionen in der Bildersuche zu platzieren. Damit würden die Biderdiebe nicht mehr der Versuchung erliegen, tolle hochwertige Brötchen-Fotos irgendwelchen Fotografen und Künstlern zu entwenden und diese so um ihre Lizenzen zu prellen.

Ein wirklich gutes Werk. Die Künstler müssten nicht mehr den verlorenen Lizenzen nachjammern und die User könnten keine Urheberrechtsverletzung mehr begehen. Der erbeutete Bilder-Traffic käme der an der Bild-Generierung und Optimierung beteiligten Teil-Blogosphäre zu Gute und könnte sich mit Hilfe von AdSense etc monetarisieren lassen. Dieses Geld könnte z.B. einen Blogger Rechtsschutz-Fond speisen.

Einen weiteren Effekt hätte die Sache auch noch. Die Gegenseite verdiente weniger Geld mit Abmahnungen, ganz nebenbei könnte sogar das ganze gegnerische Geschäftsmodell in Mitleidenschaft gezogen werden. Zyniker würden in solch einem Fall von Kollateralschaden sprechen, Weblogger von einer erzieherischen Maßnahme ;-)

Genug gesponnen. Solche Tagträume habe ich manchmal. Die meisten Ideen entstammen meinen HelpSense Überlegungen. Letztendlich geht es bei HelpSense darum, dass eine Solidargemeinschaft mit Hilfe kreativer Ideen und über diverse Kanäle einen Spendentopf speist, dessen Inhalt später gemeinnützigen Zwecken dienen soll. Das kann auch heissen, dass ein Teil wieder der Solidargemeinschaft zu Gute kommt, z.B. in Form einer Art Blogger-Rechtsschutzversicherung. Auf jeden Fall könnten einige dieser Ideen dem einen oder anderen geldgeilen Zeitgenossen den Abmahnwahnsinn austreiben.

Zahl des Tages: 706

19. Januar 2007

Im ewigen Kampf gegen den Blog-Spam kann es einem irgendwann zu bunt werden. Hellmuth H. langt es jetzt. 706 spammige Trackbacks innerhalb von 24 Stunden ließen das Faß überlaufen, jetzt wird schwer gewerkelt um das Serendipity-Blog spamresistent zu machen. Dieser Beitrag dient dem Testen der neuen Filter-Funktion.

Blog Gedanken

6. Januar 2007

Für viele ist Bloggen nur eine Mode-Erscheinung. Manche sagen schon das Ende des Hypes voraus, andere halten diese Meinung für Bullshit. Zugegeben, viele Blogversuche verschwinden nach ein paar Blogposts still und leise wieder in der Versenkung, sei es aus Zeitmangel, aus Desinteresse oder aus der Enttäuschung heraus, weil niemand sich für einen interessiert bzw die Leserzahlen viel langsamer steigen als man es sich erhofft hatte.

Geld machen mit Blogs ist anscheinend auch keine leichte Sache, wie die Zahlen beim deutschen A-Blogger Robert Basic beweisen. Da muss man schon lange strampeln um am Ende nennenswerte Einnahmen verbuchen zu können. Die wirklichen Blogverdiener sind zur Zeit eher auf der dunklen Seite der Blogosphäre anzutreffen.

Der fleißige Qualitäts-Blogger hätte Tränen in den Augen wenn er wüsste, mit welchen Einnahmen manch ein Blog-Spammer beziehungsweise Spam-Blogger am Monatsende nach Hause geht. Ein Blick in die Blogcounter Charts fördert eine erschreckende Erkenntnis zu Tage - Qualität lohnt sich nicht. Der Mainstream fließt auf niedrigstem Niveau, oft sogar unterhalb der Schmerzgrenze. Klamauk, Videos, Sex & Porn sind die Quotenbringer. Ob YouPorn oder YouTube, ob Grup Tekkan oder Tokio Hotel, ob Britney Spears angezogen oder nackt, ziemlich egal, es zieht. Es zieht die User in den Bann, es zieht Besucher in die Blogs und es zieht die leidigen Layer-Ads an wie die Schmeißfliegen.

Traurige Aussichten? Keineswegs. Bloggen macht man halt nicht so mit links, außer natürlich als SEO, der macht es mit “Links”. Bloggen kostet Zeit, unter Umständen sogar viel Zeit. Tagtäglich und das über Wochen, Monate und Jahre. Ich mag jetzt hier keine lange Liste von Gründen anführen, ich möchte einfach nur sagen, so aus dem Bauch heraus, dass sich Bloggen lohnt. Langfristig lohnt. Vielleicht nicht für jeden und alles, aber doch für den der dran glaubt und der sein Ziel hartnäckig verfolgt.

Der Lohn kann nicht unbedingt in Cent und Euro ausgerechnet werden. Er verbirgt sich hinter den neu gewonnen Kontakten, Bekannten und Freunden, in neuem Wissen, in neuen Ideen und Projekten, in der eigenen Weiterentwicklung und Persönlichkeitsbildung und dem einen oder anderen neuen Job oder Geschäft. Geld/Erfolg kommt irgendwie auch bei rum. Sei es direkt, durch Monetarisierung via Adsense & Co oder indirekt, durch Nutzung des neu gewonnen Sozialen Netzwerks etc.

Bloggen ist eine langfristige Strategie. Wie beim Schachspiel, ein guter Zug zeigt sich oft erst nach vielen weiteren Zügen. Doch am Ende gewinnt er die Partie :)